The Dome 2008 - schwerer Sturz - Krankenhaus
Angereist mit dem Team Polaris Germany I mit meinen Teamkollegen Frank Geiling und Bernhard Welslau hatten wir vor, ein sauberes Rennen mit einem Toppergebnis für Polaris abzugeben.
Rund um das größte europäische Freizeitbad Tropical Island in Brandenburg wurde aufgerufen zum 12-Stunden-Quadrennen von Samstag 0 Uhr Mitternacht bis Samstag 12 Uhr.

Bei dem 12-Stunden-Rennen war uns klar, dass wir bestängig, aber beständig schnell fahren mußten, um vorne zu sein. Dunkelheit und gefährliche Staubbildung prägten die Nachtstunden. In meinem dritten Turn um ca 3.30 Uhr bin ich dann während eines Positionskampfes mit einem unbekannten Fahrer Rad an Rad zusammengekommen und durch die Wucht der schnell drehenden Räder (dritter Gang) hat es mich per Highsider aus dem Quad herausgeschleudert. Ab dem Zeitpunkt hatte ich einen Filmriß. Nachfolgende Fahrer erzählten mir am nächsten Tag, dass ich mich furchtbar überschlagen hatte, und schließlich bewußtlos unter meinem Quad liegenblieb. Ich kam dann zunächst wieder zu Bewußtsein, jedoch alles noch unklar und benommen. Erst im Krankenwagen bin ich dann wieder richtig zu mir gekommen, und man hatte mich daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus transportiert zur Untersuchung.
Nachdem keine ernsten Verletzungen vorlagen, wurde ich wieder entlassen, hatte jedoch inzwischen am ganzen Körper Schmerzen durch die schweren Prellungen, die ich erlitten hatte. Ich mußte Frank und Bernhard allein weiterkämpfen lassen. Die beiden bewiesen ihre Kämpferherzen und kämpften sich in den verbliebenen 7 1/2 Stunden Fahrt nach meinem Sturz, der uns über eine Stunde Zeit gekostet hat, von Platz 19 auf Platz 5 vor. In der allerletzten Stunde schafften es die beiden, noch von Platz 8 auf Platz 5 vorzufahren. Und das, obwohl sie nur noch zu zweit unterwegs waren, und der Rest der Feldes in unserer Klasse zu dritt !
Frank bei der Aufholjagd !!!
Ich bin stolz auf die kämferische Leistung von Frank und Bernhard !!!
Alles in allem muß ich sagen, ich hatte sehr viel Glück im Unglück und alle meine Schutzengel und mein Arai-Helm haben schlimmeres verhindert. Nach diesem Sturz kann ich nur wiederholend raten, verwendet einen sehr guten Helm, den er kann Euch wie ach bei mir das Leben retten.
Nach nun 3 Tagen Pause und einer Untersuchung des Knies von Dr. Gruber im MED-Center in Bayreuth stellte sich folgendes heraus:
Ich erlitt neben einer Gehirnerschütterung und Prellungen am ganzen Körper eine Kapseldistorsion und eine Verletzung im dorsolateralen Eck des Kniegelenkes.
Als Lehre aus den vergangenen Stürzen fahre ich sofort morgen zu Orthema und lasse mir 2 Profi-Knieorthesen anfertigen. Es gibt keinen besseren Schutz und der muß jetzt endgültig her.
Nach dem erneuten Sturz geht mir natürlich so einiges an gedanken durch den Kopf, aber wie ich mich kenne, nehme ich wieder alles Kraft zusammen, um Euch bald an den Rennstrecken zu treffen !

Herzliche Grüsse
Euer Jürgen
